Ganz kurz aber dafür ganz heftig, trafen am Sonntag (20.07.2003) ohne Vorwarnung durch die Wetterdienste starke Sturmböen auf Oer-Erkenschwick. Die Folge waren sechs Einsatzstellen und rund vier Stunden Arbeit für die Freiwillige Feuerwehr, die mit 60 Mann vor Ort war. Am stärksten war die "Verbandsstraße" betroffen. Hier lagen alleine sechs Bäume quer über der Fahrbahn.


Alles begann gegen kurz vor 19.00 Uhr mit einem Hagel- und Regenschauer, der aber bereits nach wenigen Minuten beendet war. Die starken Winde, die das Unwetter im Gepäck hatte, reichten jedoch aus, Bäume mit mehr als einem halben Meter Durchmesser vollständig zu entwurzeln. Dabei wurden die Straßen zum Teil erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die Kräfte der hauptamtlichen Wachabteilung 1 sowie der Löschzüge 1 Erkenschwick und 2 Rapen benötigten drei Stunden, um das Chaos auf der "Verbandsstraße" zu beseitigen. Dabei wurden sie von Mitarbeitern des Baubetriebshofes und der RWEnet tatkräftig unterstützt. Die Bäume hatten nicht nur die Straße blockiert, sondern auch noch eine Stromleitung abgerissen. Auch nach den Aufräumarbeiten - bis Montagabend - musste die Hauptverbindung zwischen Recklinghausen und Datteln vollständig gesperrt bleiben.

Die weiteren Einsatzstellen an der "Kirch-, Werder- und Wiesenstraße" sowie am "Hovelfeldweg" konnten schneller abgearbeitet werden. Hier waren die Beschädigungen auch nicht so verheerend. Um eine bessere Koordination der Aufräumarbeiten vornehmen zu können, sichteten Stadtbrandinspektor Klaus Krause und Wachabteilungsleiter Gerd Pokorny die Einsatzstellen vor und verteilten diese im Anschluss auf die Einsatzkräfte. Hierfür wurde zusätzlich der Löschzug 3 Oer alarmiert.

Zur Schadenshöhe wird von der Feuerwehr Oer-Erkenschwick keine Angabe gemacht.